„Spargesetz“ wird das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, kurz GKV-BStabG, umgangssprachlich genannt – und das aus gutem Grund: Kliniken müssen sich bereits im kommenden Jahr auf 4,1 Milliarden Euro Mindererlöse einstellen, rechnet die Wirtschaftsprüfung und Beratung Curacon vor.
Ein wichtiger Hebel für die geplanten Einsparungen im Krankenhaussektor sind die erhöhten MD-Prüfquoten, die ab dem 1. Januar 2027 greifen. Aktuellen Schätzungen zufolge dürften 80 Prozent der Kliniken betroffen sein.
Vor allem zwei Aspekte im GKV-BStabG verändern die Rahmenbedingungen in Kliniken:
Wie deutlich die Prüfquote für eine einzelne Klinik ansteigt, hängt ab Januar 2027 vom Anteil unbeanstandeter Prüfquoten ab.
Davon unabhängig kann der MD anstatt wie bisher nur bestimmte Einzelaspekte zu betrachten, Diagnose, Eingriffe, Verweildauer und die Notwendigkeit der stationären Aufnahme ab Januar 2027 in einem Schritt bewerten. 1,6 Milliarden Euro weniger Ausgaben für die GKV sollen sich so bereits im kommenden Jahr realisieren lassen. Damit rücken auch Hybrid-DRGs ins Visier der Prüfungen.
In erster Linie bedeuten höhere Prüfquoten einen erhöhten Aufwand für Kliniken. Hochrechnungen auf Basis aktueller, vom GKV-Spitzenverband veröffentlichter Prüfquoten aus dem ersten Quartal 2026 zeigen, dass bereits 2027 knapp 500.000 mehr Abrechnungen geprüft werden könnten. Mit einem Aufwand von 45 Minuten pro MD-Prüfungen müssten Kliniken ein Äquivalent von 700 bis 750 Vollzeitkräften vorhalten, um den Prüfungsaufwand zu bewerkstelligen.
Außerdem erhöhen mehr Prüfungen automatisch das Risiko für Rückforderungen, was Liquidität und Erlöse der Kliniken mitunter stark gefährden kann.
Ja, und zwar deutlich! XQT unterstützt Krankenhäuser dabei, alle erforderlichen Informationen für MD-Prüfungen automatisiert zusammenzuführen.
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